Weltweite Konföderation
Anders als z.B. der Jesuitenorden, sind die Chorherren von Grund auf föderalistisch organisiert. Das heißt: Es gibt keinen Überbau, der zentral und von oben herab ein wie immer geartetes Durchgriffsrecht besitzt. Die einzelnen Häuser sind selbständig. Aufgrund ihrer Geschichte waren die Chorherrenstifte auch lange Zeit dem jeweiligen Diözesanbischof unterstellt - so ist es erklärbar, dass erst Mitte des 20. Jh. ein weltweiter Zusammenschluss geschaffen wird, welcher jedoch selbstverständlich vom Föderalismus geprägt ist. Der Nutzen der Konföderation besteht vor allem in einer ständigen Vertretung des Ordens in Rom. Der Vorsitzende der Konföderation ist der sogenannte „Abtprimas“ – das ist einer der Generaläbte der Kongregationen. Dieser Vorsitz wird nach einem mehr oder weniger strengen Rotationsprinzip auf sechs Jahre gewählt.
Zur Zeit gehören unter anderem folgende Kongregationen der Konföderation an: - Augustiner-Chorherren der österreichischen Kongregation - Lateranensische Chorherren vom heiligsten Erlöser - Brüder vom gemeinsamen Leben - Windesheimer Kongregation - Congrégation des Chanoines du Grand-Saint-Bernard - Kongregation von St. Maurice de Agaunum - Congregation of the Immaculate Conceptio - Chanoines réguliers de Marie Mère du Rédempteur - Chanoines réguliers de Saint-Victor
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