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Die Sammlungen

Von Beginn an schmückten die Chorherren ihr Kloster mit heiligen Bildern. Deren Mode ist weitgehend zeitgebunden, womit sich ein Ansatz für die Gestaltung einer Sammlung ergibt: Das Ziel besteht darin, die Kunstwerke aus früheren Zeiten aufzubewahren. Selbiges gilt für „heiliges Gerät“ aus den Sakristeien, die entweder nicht mehr benötigt oder nicht mehr verwendbar waren. Auch diese Gegenstände fanden Eingang in die Kunstsammlungen.
Erst nach der Aufklärung entstand in den Klöstern ein gezieltes Sammlerinteresse in unserem heutigen Sinn: Gegenstände wurden erworben, die Sammlungen systematisch auf- und ausgebaut.
Im Stiftsmuseum Herzogenburg wird der größte Teil von Objekten eingenommen, die im 19. Jh. erworben wurden. Einiges davon stammt aus „Restbeständen“ der Stiftspfarren, die  ihre Erhaltung überhaupt dem Umstand verdanken, in das Stift verbracht worden zu sein.
In Herzogenburg machten sich die Chorherren Ludwig Mangold (1786-1833) und Theodor von Patruban (1805-1872) um das Zustandekommen der Kunstsammlungen besonders verdient. Ihnen ist der Erwerb der bedeutendsten Werke der heutigen gotischen Sammlung zu verdanken.
Das Stiftsmuseum Herzogenburg versucht, die Sammlung als selbstverständlichen Teil der Geistesgeschichte des Hauses zu präsentieren. Ihr Zustandekommen verdankt die Sammlung keinem repräsentativen Anspruch, sondern dem Gedanken des Erhaltens und Bewahrens. Dieser Grundgedanke soll auch in die Zukunft weisen: Sammlungen sind ein wichtiger Bestandteil des „kollektiven Gedächtnisses“ der Kulturnation Österreich.
Die detaillierte Beschreibung der Kunstsammlungen, in die Sie im Rahmen der Führung Einblick erhalten, finden Sie unter dem Punkt „Führungen-Klosterladen“!

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