Runde Geburtstage werden auch im Konvent groß begangen: H. Bartholomäus feiert dieser Tage seinen 50. Geburtstag. Im Rahmen eines festlichen Mittagessens gratulierten ihm Propst und Konvent zu seinem Ehrentag. H. Bartholomäus betreut die Stiftspfarren Brunn im Felde und Theiss, die beide nördlich der Donau liegen. Aufgrund dieser größeren räumlichen Distanz gehört er zu jenen wenigen Mitbrüdern, die auch in ihrem Pfarrhof ständig wohnhaft sind. Umso wichtiger ist es, dass auch diese Mitbrüder in gutem und engem Kontakt zur Hausgemeinschaft stehen. An seinem 50. Geburtstag wünschen wir unserem Mitbruder Bartholomäus Gottes reichen Segen für sein Leben und sein Wirken!
Das Hochfest unseres Ordensvaters Augustinus fand seinen Auftakt naturgemäß mit der Ersten Vesper am Abend des 27. August in der Stiftskirche. Am 28. August wurde das Hochamt vom Abt von Göttweig gefeiert – heuer zum ersten Mal von Abt Columban als Pontifex. Der Motettenchor und sein Orchester brachten unter der Leitung von Otto Schandl die Orgelsolomesse von W.A. Mozart zur Aufführung. Während die Ordensgemeinschaft mit zahlreichen Mitfeiernden das Augustinusfest beging, war das Stift insgesamt an diesem Wochenende wieder in der Hand von Kindern: Die NöKiSS hatten ihr erstes Wochenende… Fotos finden Sie unter www.noekiss.at
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Der Aufbau für die Niederösterreichischen Kindersommerspiele beginnt in diesen Tagen – und es war der Wunsch vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der „Intensivphase“ eine Segnungs- und Sendungsfeier vorausgehen zu lassen. So fanden sich am Abend des 13. August knapp 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NöKiSS in der Stiftskirche ein, um einen solchen Gottesdienst zu feiern. Der Singkreis unter der Leitung von Birgit Altmann umrahmte die Feier mit Gesängen aus Taize. Das Thema lautete „Ich baue an der Kirche“ – denn jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin leistet einen wichtigen Baustein am Zustandekommen der Kindersommerspiele – und leistet damit auch einen großen Beitrag zu einem positiven Image des Stiftes, letztlich auch zu einer positiven Wahrnehmung von Kirche. Wir danken allen, die mitgefeiert haben und wünschen ihnen und allen Beteiligten, ob als Besucher, Gestalter oder Helfer, gesegnete NöKiSS 2010!
An stimmungsvollen historischen Städten in Niederösterreich präsentieren sich international angesehene Künstler in einer abwechslungsreichen Konzertreihe. Im vollen Augustinussaal wurde in Anwesenheit von Propst Maximilian und vielen Mitgliedern der Rotary-Clubs St. Pölten und Krems ein anspruchsvolles Programm mit Klavier- und Kammermusikwerken aus der Romantik geboten. Auf dem Programm stand das Klavierquintett in f-Moll und dem Jahresregenten Robert Schumann wurde mit der Aufführung des Klavierquintetts in Es-Dur Tribut gezollt. Gernot Winischhofer, der Organisator des Ost-West-Musikfestes, Alexander Vinnitzky, Tatyana Breslavskaya, Raffaele Mallozzi, Anton Nicolescu, und Francesco de Zan am Klavier beeindruckten mit ihrem grandiosen Können das Publikum. Wir danken allen, die am Zustandekommen des Konzertes mitgewirkt haben!
Das 900-Jahr-Jubiläum des Hauses im Jahr 2012 rückt immer näher – und die Vorarbeiten dazu laufen auf vielen Ebenen auf Hochtouren. Der Konvent des Stiftes wählte einen besonderen Beginn für die Intensivphase der Vorbereitung auf das Jubiläum: Die diesjährigen Konventexerzitien fanden am Grab des Hl. Augustinus in Pavia statt. Von 5. Bis 9. Juli verbachte die Gemeinschaft des Stiftes eine spirituell intensive Zeit. Unter der Begleitung von Dr. Hubert Philipp Weber aus Wien wurden grundsätzliche systematische Überlegungen zur Theologie des Hl. Augustinus angestellt. Obwohl die Schriften unseres Ordensvaters immer wieder im Mittelpunkt unserer geistigen Beschäftigung stehen, war es doch beeindruckend, an seinem Grab den Blick „ad fontes“ zu wenden und neue Perspektiven zu gewinnen.
Dass diese Tage für das Gemeinschaftsleben der Mitbrüder von großer Wichtigkeit waren, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung. Es ist ja eine Selbstverständlichkeit, dass es auch genügend Gelegenheit gab, miteinander ins Gespräch zu kommen, sei es in den Pausen rund um die Vorträge oder auch zu abendlicher Stunde, wo wir der Exerzitienwoche auch die notwendige Italianität nicht versagt haben…
Frau Dr. Hilda Steinhauer, Lehrbeauftragte für Patrologie und Theologische Anthropologie an der Philosophisch Theologischen Hochschule St. Pölten, hielt uns den zweiten Besinnungsvormittag über den hl. Augustinus. Sie stellte diese Besinnungstage unter das Thema: „Wenn ihr nicht glaubt, werdet ihr nicht erkennen!“ (Jes. 7,9) und führte uns mit ihren hervorragenden Vorträgen tiefer in die Spiritualität und Theologie des hl. Augustinus hinein.
Im vergangenen Jahr wurde das Stiftsweingut einer Neuaufstellung unterzogen. Neuer Pächter ist Dr. Hans Jörg Schelling. Mit großer Sachkenntnis, hohen finanziellen Mitteln und viel Liebe zum Wein wurde unser barocker Keller in Wielandstal einer Generalsanierung unterzogen und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Am Sonntag, dem 20. Juni 2010 waren nun die Mitbrüder in den Keller geladen um die neu gekelterten Sorten zu verkosten. Es ist eine Freude für den Konvent, dass das Weingut auf derart hohem Niveau und mit so viel Engagement geführt wird. Bei gemütlicher Heurigenjause und den exzellenten Weinen fand dieser Abend seinen gemütlichen Ausklang im Ambiente des von Jakob Prandtauer errichteten Kellers.
Am 17. Juni fand die 31. satzungsmäßige Hauptversammlung des Sparkassenvereines der Sparkasse Herzogenburg-Neulengbach im Festsaal des Stiftes statt. Nach dem Bericht über die geprüfte Jahresrechnung 2009 samt Lagebericht und Behandlung durch die Hauptversammlung folgte die Aufnahme und Angelobung von neuen Mitgliedern in den Sparkassenverein. Anschließend wurden zahlreiche Frauen und Männer für ihre jahrzehntelange treue Mitgliedschaft ausgezeichnet. Höhepunkt des Abends war das Referat von Mag. Carolin Schmid Schmidsfelden zum Thema „Wirtschaftskrise – na und! Das Menschenbild von Viktor E. Frankl lässt mich nicht frustrieren sondern agieren“. In ihren Ausführungen skizzierte sie Frankls Menschenbild, das sich für ihn in drei Dimensionen gliedert: in eine körperliche oder somatische, in eine seelische oder psychische und in eine geistige oder noetische Dimension. Zuletzt zitierte Schmid Schmidsfelden in Bezug auf die derzeitige Wirtschaftskrise Prof. Dr. Horst W. Opaschowski, der sagte: „Das Zeitalter der Ichlinge geht zu Ende. Krisen fördern den Gemeinsinn. Die Menschen rücken in Krisenzeiten enger zusammen. Die Gesellschaft der Zukunft wird eine Gemeinschaft auf Gegenseitigkeit sein.“
Unter dem Motto BORGel gestalteten zehn junge OrganistInnen der Orgelklasse unseres Stiftsorganisten Mag. Johannes Zimmerl einen Klassenabend. Es handelt sich dabei um SchülerInnen des BRG/BORG St. Pölten (deswegen auch der Titel des Klassenabends) sowie des Konservatoriums für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten: Benedikt Eigner, Christina Klutz, Hubert Marchat, Sophie-Marie Nusterer, Agnes Priesching, Sebastian Schneider, Manuela Seidl, Florian Simon, Sandra Singhofer, Levente Somogyváry. Die jungen Künstler genossen sichtlich das Spiel an unserer Orgel und ließen sich von den wunderbaren Klängen inspirieren.
Das Niveau der gebotenen Stücke war beachtlich, die ausgewählte Literatur bewegte sich quer durch das gesamte Repertoire: Von Pachelbel und Bach bis zu unserem zeitgenössischen „Hauskomponisten“ Christian Minkowitsch. Der besondere Reiz dieses Orgelabends bestand auch darin, dass alle Besucherinnen und Besucher auf der Orgelempore Platz nehmen konnten, wodurch die nicht alltägliche Gelegenheit gegeben war, den Musikerinnen und Musikern bei ihrem Spiel direkt zuzusehen. Wir wünschen allen jungen Organistinnen und Organisten weiterhin viel Freude an der Kunst ihres Spiels – zum Lobe Gottes und zur Freude der Menschen!
Eine künstlerische Veranstaltung der Sonderklasse fand am 11. Juni im Festsaal des Stiftes Dürnstein statt: Erneut trafen Ulrike Beimpold und Propst Maximilian Fürnsinn in ihren Rollen als Floria und Augustinus in Texten und Zitaten aus dem Buch „Das Leben ist kurz“ von Jostein Gaarder aufeinander. Der Abend, der im vergangenen Jahr anlässlich der Neueröffnung unserer restaurierten Bibliothek bereits einmal in Herzogenburg gegeben wurde, fand so seine glanzvolle Wiederholung. H. Mauritius stellte sich erneut der Herausforderung, die verbindenden Worte zu sprechen und dabei zu versuchen, den Zuhörerinnen und Zuhörern ein besseres Verständnis der Texte und der Theologie von Augustinus zu geben. Eine besondere Prägung erfuhr der Abend durch den jungen Gitarristen Samuel Toro-Perez, der mit begeisternden, rhythmischen Klängen seinen Beitrag dazu leistete, sich in die schwüle Nacht hineinzuversetzen, in der die ehemalige Freundin des Augustinus ihren fiktiven Brief an ihn verfasste…
Ulrike Beimpold und Propst Maximilian wurden mit lange anhaltendem Applaus für ihre künstlerische Leistung belohnt: Mit kleinen szenischen Andeutungen und lebendiger Lesung hatten sie es erneut geschafft, den Texten Leben einzuhauchen.
Der jährliche Ausflug führte die 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer heuer nach Oberösterreich. Der Hausherr des Stiftes Reichersberg, Propst Werner Thanecker, führte uns durch die Stiftskirche, die Sakristei und den Ausstellungsbereich des Stiftes. Beim anschließenden Mittagessen im Stiftsstüberl konnten wir uns wieder ein wenig von den Strapazen der Führung erholen. Die Andacht feierte H. Dechant Andreas mit uns in der Wallfahrtskirche Maria Brunnenthal. Den Nachmittag verbrachten wir mit einer Begehung des längsten Baumkronenweges der Welt in Kopfing. Zu Ende ging der Betriebsausflug bei einem gemütlichen Heurigen in Nußdorf ob der Traisen, zu dem noch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazustießen. In Erinnerung bleibt uns ein schöner gemeinsamer Tag.
Prälat Maximilian Fürnsinn wurde von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied mit der Medaille für Verdienste um den Denkmalschutz ausgezeichnet.
Sein Engagement für das Stift Herzogenburg sei einzigartig, so die Ministerin.
Propst Maximilian bedankte sich abschließend für diese Ehrung. Als Vorsitzender der Superiorenkonferenz Österreichs lobte er die gute Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche.
Im heurigen Jahr begehen wir das Jubliäum des 350. Geburtstages von Jakob Prandtauer. Zahlreiche Ausstellungen wurden zu diesem Gedenkjahr gestaltet: Das Stift Melk beleuchtet das Wirken Prandtauers im geistlichen Bereich. Das Stadtmuseum St. Pölten setzt den Focus auf sein Wirken als weltlicher Baumeister. Das Landesmuseum St. Pölten weitet den Blick und befasst sich mit dem Leben der Menschen in der Barockzeit und lässt dadurch das Umfeld Prandtauers lebendig werden. Das Diözesanmuseum St. Pölten zeigt Prandtauer als Baumeister der Klöster und Stifte. Am 9. Juni machten sich auf Einladung der jeweiligen Museumsdirektoren die Mitbrüder nach dem Motto „Alles Prandtauer!“ auf den Weg, um die drei Ausstellungen in St. Pölten zu besuchen. Da das Stift Herzogenburg bekanntlich ebenfalls von diesem Baumeister geplant wurde, ist es uns ein Anliegen, uns selbst auf diesem Gebiet weiterzubilden. Dazu kommt, dass wir selbst Leihgeber für die betreffenden Museen sind, birgt doch unser Archiv einen reichhaltigen Planschatz des Baumeisters. Es war für die Mitbrüder eine willkommene Gelegenheit, das für uns Selbstverständliche an Prandtauer neu zu entdecken und aufzufrischen. Dazu konnte viel neues über „unseren Prandtauer“ gelernt werden. Wir danken für die Zeit, die uns von den Museumsdirektoren geschenkt wurde! Im Anschluss an den „Museums-Marathon“ fand ein gemeinsames Essen statt, bei dem noch viele Details der Ausstellungen nachbesprochen wurden…
Die Veranstaltungen anlässlich „600 Jahre Stift Dürnstein“ werden von vielen interessierten Menschen begeistert aufgenommen.
Am 29. Mai kamen an die 100 Besucher und Besucherinnen, um die mittelalterlichen Gewölbe und die barocken Bilderräume im Stift Dürnstein zu entdecken.
Peter Aichinger-Rosenberger vom Niederösterreichischen Gebietsbauamt Krems führte die Gruppe zu den Ursprüngen des Chorherrenstiftes.
Auf dem Dachboden wurde die mittelalterliche Bausubstanz erkundet und erklärt wie die Barockzeit diese auf einfallsreiche Weise für ihre Zwecke nutzte.
Herbert Karner von der Kommission für Kunstgeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien brachte den Besuchern das barocke Stift des berühmten Bauprälaten Hieronymus Übelbacher nahe und versuchte, die nicht einfache Bildersprache des 18. Jahrhunderts zu entschlüsseln.
Abschließend lud Helga Penz, Mitherausgeberin des neuen Dürnstein-Buches und Archivarin unseres Klosters, zu einer theologischen Kirchenführung ein. Auf sehr verständliche Weise konnte sie einen geistlichen Zugang zum Bildprogramm der Stiftskirche eröffnen.
Allen Präsentatoren sei nochmals herzlich für diesen spannenden Nachmittag gedankt!
Als Wiederaufnahme einer Produktion aus dem Herbst 2008 zeigte die Theatergruppe Augustin am 28. Mai im Augustinussaal nochmals ihre musikalische Revue mit dem Titel "Mein Liebeslied muss ein Walzer sein". Begleitet vom Kammerorchester "Robert Stolz" unter der Leitung des koreanischen Dirigenten Byong-Whie Chung sangen die Solisten Rosemarie Hadwiger und Christine Artner (Sopran), Alfred Ast (Tenor) und Mauritius Lenz (Bariton) eine Reihe der bekanntesten und beliebtesten Melodien des legendären Operetten-, Schlager- und Filmmusikkomponisten Robert Stolz. Erwin Fischer erzählte in der Rolle des Maestro aus dessen Leben und spielte in verschiedenen Szenen Begegnungen mit Menschen, die für seinen Werdegang bedeutend waren. Die musikalische Einstudierung und Korrepetition besorgte Gernot Hadwiger. Regie führte in bewährter Weise Augustin-Chef Peter Schräfl. Der Reinerlös des Abends und diverse Spenden kommen der Revitalisierung des Theatersaals im Stift zugute. In der Pause und nach der Vorstellung warteten Andreas Kickinger und andere NÖKISS-Mitarbeiter mit einem Buffet der besonderen Art auf, das von Hannes und Gerti Zieselsberger zubereitet wurde. Die etwa 90 Besucher und Besucherinnen, unter ihnen Propst Maximilian und Stiftsdechant Andreas, wurden an diesem Abend bestimmt in keiner Weise enttäuscht. Alle Fans von Theater Augustin freuen sich sicher schon auf die erste Vorstellung im renovierten Theatersaal.
Am Mittwoch, dem 5. Mai 2010, feierte Propst Maximilian seinen 70. Geburtstag. Schon am Morgen dieses Tages fand sich der gesamte Konvent zur Konzelebration ein. Das festliche Mittagessen wurde im privaten Kreis der Mitbrüder begangen. Hierbei wurde Propst Maximilian auch das Geschenk des Konvents überreicht: Das restaurierte und neu vergoldete Brustkreuz, das Propst Maximilian seit Beginn seiner Amtszeit vor mehr als 30 Jahren begleitet.
Der Abend dieses Tages stand im Zeichen der Begegnung mit den zahlreichen Freunden und Wegbegleitern des Jubilars. In der bis zum letzten Platz gefüllten Stiftskirche wurde eine festliche Maiandacht gefeiert, in deren Mittelpunkt die
Festpredigt von Abt Columban, Stift Göttweig, stand. Anschließend wurden alle Festgäste gebeten, zur Prälatenstiege zu kommen. Mit einer kurzen Dankansprache von H. Ulrich wurden die beiden neu restaurierten Teile des Hauses, Prälatenstiege und Prälatengang, wiedereröffnet.
Im Festsaal folgten hierauf die offiziellen Gratulationen, Ansprachen wurden vom Bürgermeister der Stadt Herzogenburg, RegRat Franz Zwicker,sowie vom 2. Vorsitzenden der Superiorenkonferenz, Provinzial P. Lorenz Voith, gehalten.
Abschließend sprach Propst Maximilian selbst Worte des Dankes an die vielen Menschen, die als Familie, Mitbrüder, Wegbegleiter und Freunde so zum Gelingen seines bisherigen Lebensweges beigetragen haben.
Es wäre keine Feier unseres Propstes gewesen, wenn es nicht zum Ausklang des Abends eine Begegnung mit allen Mitfeiernden im Pfarrzentrum gegeben hätte, bei zünftiger Krautsuppe von der Stiftsküche und bei Gulasch, welches vom Bundesheer bereitet wurde.
Am Tag darauf stellten sich noch zwei besonders liebenswerte Gratulanten ein. Altlandeshauptmann Andreas Maurer und seine Gattin ließen es sich, trotz ihres hohen Alters, nicht nehmen, unserem Propst persönlich zu seinem runden Geburtstag zu gratulieren.
Der Dank der Stiftsgemeinschaft gilt zunächst Gott, der uns die Gnade geschenkt hat, Propst Maximilian als den Vorsteher unserer Gemeinschaft haben zu dürfen. Dank auch allen, die an diesem Fest die Verbundenheit mit unserem Prälaten und mit dem ganzen Stift gezeigt haben – durch ihr Kommen und Mitfeiern, durch ihr Mitarbeiten und Mittun. Es ist schön, eine so große „Familie“ um das Stift herum zu wissen! Den vielen helfenden Händen, die dieses Fest ermöglicht haben, sagen wir ein herzliches Vergelt’s Gott!
Von Montag, 3. bis Freitag 7. Mai steht das Stift ganz im Zeichen von Chormusik: Das Niederösterreichische Landesjugendsingen findet im Augustinussaal statt. Insgesamt treten knapp 90 Singkreise und Chöre zur Ausscheidung an – über 3.000 Sängerinnen und Sänger im Alter von 8 bis 26 Jahren! Die besten Chöre werden unser Bundesland dann beim Bundesjugendsingen vertreten. Im Lauf dieser Woche erklingt in unseren Räumen Chormusik aus allen Epochen – ein beeindruckendes Zeugnis lebendiger Musikpflege in unserem Land!
Am Abend des 1. Mai fand in der Stiftskirche ein wunderbares Konzert für Sopran, Trompete und Orgel statt. Das Programm führte vom Barock über die Romantik bis in unsere heutige Zeit - so glänzte Trompeter Simon Zsolt unter Begleitung unseres Stiftsorganisten Mag. Johannes Zimmerl mit einer modernen Komposition von Christian Minkowitsch. Die Sopranistin Dr. Viktoria Zimmerl-Panagl brachte Kompositionen von Gaetano Piazza und P. Damian Stachowicz zu Gehör, die zu Unrecht ein wenig in Vergessenheit geraten waren. Das Konzert war erfreulich gut besucht, was auch damit zusammenhängt, dass die Ausführenden ja schon geradezu einen kleinen „Fanclub“ aufgebaut haben. Für alle, die es bedauern, bei diesem Konzert nicht dabei gewesen zu sein, sei gesagt: Die Kombination aus Simon Zsolt, Trompete, und Mag. Johannes Zimmerl, Orgel, findet sich auch auf der CD wieder, die im Vorjahr produziert wurde. Diese ist im Klosterladen erhältlich.
Am Samstag, dem 24. April wurde das Jubiläumsjahr „600 Jahre Stift Dürnstein“ eröffnet. Die feierliche Vesper am Beginn des Abends wurde von jener Frauenschola gestaltet, die „normalerweise“ auch am 27. August die Erste Augustinusvesper singt. Danke für diesen „Extra-Auftritt“! Für die Mitfeiernden in der Stiftskirche war es ein Erlebnis, an dieser jahrhundertealten Stätte des Gebetes wieder einmal ein feierliches Chorgebet zu erleben – so wie es in ähnlicher Weise auch bis zur Aufhebung des Stiftes gewesen sein muss. Im Anschluss an die Vesper wurde im Festsaal ein Festakt abgehalten, in dessen Rahmen das neue Buch über Dürnstein vorgestellt wurde. Wir freuen uns über den gelungenen Auftakt und laden Sie herzlich ein, die kommenden Veranstaltungen zu besuchen!
Das Hochfest des Stiftspatrons Georg erfuhr seine besondere Prägung in diesem Jahr durch die Anwesenheit der „Brückenbauer“, also jener Menschen, die mit der Planung und Errichtung der Donaubrücke Traismauer befasst sind. Der Baufortschritt läuft äußerst zufriedenstellend und weitgehend ohne Komplikationen oder Unfälle. Auch dafür sollte bei diesem Gottesdienst Dank gesagt werden. Viele Mitfeiernde haben dazu den Weg in unsere Stiftskirche gefunden. Der Gottesdienst wurde gestaltet vom Wachau-Chor Spitz und vom Union-Chor Ottenschlag unter der Leitung von Michael Koch. An der Orgel wirkte Franz Haselböck.
Das Gymnasium der Englischen Fräulein in St. Pölten veranstaltet schon seit mehreren Jahren eine Fußwallfahrt von St. Pölten nach Herzogenburg. Wohl auch aufgrund des einladenden Wetters waren dabei im heurigen Jahr besonders viele Teilnehmer zu verzeichnen. Nach einem Gottesdienst, den Propst Maximilian zelebrierte, gab es in den Räumen des Pfarrzentrums eine Stärkung für die ermatteten Wallfahrer.
Die Theatergruppe Augustin brachte einmal mehr ein humorvolles Stück zur Aufführung: Die Komödie „Camping, Koks und Hollywood“ wurde am 9. Und am 10. April vor zahlreichen Zuseherinnen und Zusehern im Augustinussaal des Stiftes dargeboten. Die Laiengruppe, zu deren Mitgliedern auch der Chorherr Mauritius Lenz zählt, schafft es immer wieder, mit kurzweiligen Stücken die Herzen des Publikums zu erobern und die Lachmuskeln zu strapazieren. Wir freuen uns schon auf die nächsten Darbietungen!
Am Donnerstag, dem 8. April, nahmen wir Abschied von unserem Familiarkanoniker Prälat Karl Gindl. Zum Requiem in die Stiftskirche kamen unzählige Priester und Gläubige, die seinen Lebensweg begleitet hatten. Sowohl die Erzdiözese Wien, der er eigentlich angehört hat, als auch das Militärordinariat, in dessen Diensten er so lange stand, waren in beeindruckender Zahl vertreten. Dass Prälat Gindl ein Seelsorger war, den die Menschen gemocht haben, wurde auch dadurch offensichtlich, dass aus seinen früheren Seelsorgsstationen und Pfarren viele Menschen gekommen waren um von ihm Abschied zu nehmen.
Nach dem Requiem in der Stiftskirche wurde der Leichnam am Weinbergfriedhof in Gedersdorf bei Krems in einem Ehrengrab beigesetzt.
Am 6. April führte der Konventausflug die Mitbrüder in das Bundesland Salzburg. Als erstes besuchten wir die Benediktinerabtei Michaelbeuern, wo wir zum Mittagessen eingeladen waren. Im Anschluss daran zeigte uns Alt-Abt Nikolaus die beeindruckende, sehr gepflegte Klosteranlage. Weiter ging es nach Mattsee, wo sich ein sehr altes Kollegiatsstift befindet. Kanonikus Sageder zeigte uns die Räume des Kanonikats sowie die Stiftskirche, danach verkosteten wir stiftseigene Weine - diese werden in Mautern gekeltert! Mit einem gemütlichen Abendessen in Gmunden ließen wir die Fahrt ausklingen. Ein sehr gelungener Tag, an dem uns das Frühlingswetter sehr zu Gute kam.
Auch in diesem Jahr standen die zahlreichen Liturgien der Kar- und Ostertage im Mittelpunkt des Lebens der Gemeinschaft: Das Stundengebet wird in dieser besonderen Zeit in feierlicher Weise gesungen, die großen Gottesdienste in der Stiftskirche wurden vom Motettenchor und seinem Orchester bzw. vom Singkreis gestaltet. Wir danken allen, die ihren Teil dazu beigetragen haben, dass die Gottesdienste auf so beeindruckende Weise gefeiert werden konnten – Sie alle legen Zeugnis ab für die Botschaft von Ostern: Jesus Christus ist wahrhaft auferstanden!
Es gehört schon fast zum traditionellen Programm im Jahreslauf des sogenannten „Propädeutikums“, dem Vorbereitungslehrgang für Priesterseminaristen in Horn (Waldviertel), dem Stift Herzogenburg einen Besuch abzustatten. Am Sonntag, dem 7. März durften wir die jungen Männer mit dem Berufsziel Weltpriester bei uns begrüßen. Nachdem sie mit uns die Sonntagseucharistie mitgefeiert hatten, brachte ihnen H. Petrus das Haus im Rahmen einer Führung näher. Darauf folgte das gemeinsame Mittagessen im Refektorium. Mit einem Gespräch über eine breite Palette an Themen mit Propst Maximilian in der Prälatur fand die Exkursion der Propädeutiker nach Herzogenburg ihren Abschluss.