Orden Gemeinschaft unsere Aufgaben Kunst und Kultur Führungen Aktuelles Download
 
header
    pointer Hl. Augustinus
        - Leben
        - Werk
        - Hinführung zur Regel
        - Die Regel im Wortlaut
    pointer Unser Orden
        - Geschichte
        - Die heutige Struktur
        - Weltweite Konföderation
        - Österreichische Kongregation


Hl. Augustinus - Werk

Ausschnitt aus dem Kuppelfresko der Stiftskirche
hl. Augustinus als Schriftsteller
(Bartolomeo Altomonte, 1754)

Der Hl. Augustinus war umfangreich, um nicht zu sagen: fast unüberschaubar, literarisch schöpferisch tätig. Insgesamt sind 113 Bücher, Predigtsammlungen, Bibelkommentare erhalten. Die in theologischer Hinsicht bedeutendsten Schriften entstanden als sogenannte „Apologien“, in denen Augustinus versuchte, die katholische Lehre gegen die Angriffe von Irrlehrern zu verteidigen. In rhetorisch brillianten Formulierungen gelingt es Augustinus, den Kern des Christentums auf den Punkt zu bringen. So entsteht das Werk „De civitate Dei“ („Vom Gottesstaat“) als Abrechnung mit dem römischen Götterglauben. Im Mittelpunkt steht die Betonung der Einzigartigkeit des Heilsmittlers Jesus Christus. Ein weiteres bedeutendes Werk handelt von der Dreifaltigkeit („De Trinitate“), in dem es Augustinus gelingt, die sich soeben entfaltende Lehre von der Dreifaltigkeit in klare Bahnen zu lenken und zu verankern. Das bekannteste Werk bildet seine Autobiographie, die „Confessiones“ (nur schlecht zu übersetzen mit „Bekenntnisse“). Im Mittelpunkt dieses Werkes steht nicht so sehr nur die Beschreibung seines Lebens, sondern das theologische Anliegen, das Wirken Gottes und seine über alles gehende Gnade anhand seines eigenen Lebens sichtbar zu machen. Der Beginn der „Confessiones“ stellt heute über die Theologie hinausgreifend ein Stück Weltliteratur dar:


„Groß bist du Herr und hoch zu loben, groß ist die Fülle deiner Kraft und unermesslich sind die Spuren deiner Weisheit. Und preisen will dich der Mensch, ein Teilchen deiner Schöpfung, der Mensch, sich tragend mit seiner Sterblichkeit, die das Zeugnis seiner Sünde über ihn ablegt, ein Zeugnis, dass du den Stolzen widerstehst. Auch ein solcher Mensch will dich preisen, will dich preisen, eben weil auch er ein Teilchen deiner Schöpfung ist. Du reizest zur Freude an deinem Lob, weil du für dich uns erschufst und weil unser Herz unruhig ist, bis es ruht in dir.“
(Nach einer älteren Übersetzung)


Untitled Document