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Die gotische Sammlung

Das Stift Herzogenburg besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen an gotischen Tafelbildern in Niederösterreich. Das Hauptaugenmerk liegt auf Werken der Donauschule. Heute sind die Exponate nach topographischen Gesichtspunkten aufgestellt. So finden Sie im „Garser Zimmer“ bemalte Tafeln und Glasfenster aus der alten Pfarrkirche von Gars/Thunau. Das „Aggsbacher Zimmer“ enthält Werke aus der von Kaiser Joseph II. aufgelassenen Kartause Aggsbach/NÖ. Hier befindet sich der Höhepunkt der Sammlung: Die vier doppelseitigen Tafelbilder des ehemaligen Aggsbacher Hochaltares, von Jörg Breu dem Älteren im Jahre 1501 geschaffen, zeigen das Leiden des Herrn und das Marienleben in vorzüglicher Komposition und Farbtechnik. Der ebenfalls in diesem Raum ausgestellte Marientod zählt zu den bedeutendsten Plastiken Österreichs aus der Zeit um 1500.
In den folgenden Räumen werden Werke aus den stiftseigenen Pfarren der Umgebung von Herzogenburg gezeigt. Beeindruckend ist das Kruzifix aus Radlberg (um 1310) sowie der Katharinenaltar aus Kuffern. Die Kunstwerke im letzten Raum der mittelalterlichen Sammlung weisen bereits auf die beginnende Renaissance hin.


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