Stiftsturm

Der Turm der Stiftskirche vom Kirchenplatz aus gesehen
Das Wahrzeichen des Stiftes und der Stadt Herzogenburg ist zweifellos der Kirchturm. Seine Geschichte geht zurück in die Zeit, als die Chorherren 1244 von St. Georgen nach Herzogenburg kamen und mit dem Bau einer neuen Kirche begannen. Die untere Hälfte des Turmes stammt noch aus dieser Zeit, das gotische Eingangsportal ist das sichtbare Zeichen dieser Bauperiode (der Vorbau wurde zum Schutz gegen die Witterung um 1820 errichtet). Als der Neubau und die Einrichtung der barocken Kirche ziemlich weit fortgeschritten waren, beauftragte Propst Frigdian Knecht den St. Pöltner Maurermeister Matthias Munggenast 1765 mit der Barockisierung des Kirchturmes. Unter Zuhilfenahme eines älteren Planes des Hofarchitekten Johann Bernhard Fischer von Erlach wurde der Turm nun gestaltet und um 20 Klafter erhöht (heutige Gesamthöhe 75m). Die originelle Turmspitze mit Herzogshut und Stiftskreuz wurde am 6. Juli 1767 um die Mittagszeit "unter Pauken- und Trompetenschall" aufgesetzt. |