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Osterkapelle

Als Raum für Gebet und Andacht steht Ihnen den ganzen Tag über die moderne Osterkapelle zur Verfügung. Sie wurde 1999 geweiht. Der kühle Raum besticht durch seine Einfachheit im Kontrast zur barocken Pracht der Gesamtanlage. In die Wand eingelassen ist eine Nische, die das Heilige Grab symbolisiert. Davor liegt der Stein, der vom Grab weggerollt worden war – er ist zum Eckstein, zum Stein des Lebens, zum Altar geworden. Daneben findet sich der Ambo aus Glas. Darin ist auch das Ewiglicht integriert: Hier wird das Evangelium, das Licht für die Welt, verkündet. Ein 15 m langer Glasfries zeigt, von links begonnen, die Erschaffung der Welt aus dem Chaos, den Fortgang der Schöpfung, Christus, den guten Hirten. Zentralfigur ist der tanzende Christus, der dem Kreuz in der Leichtigkeit eines gelösten, eben eines tanzenden Menschen entgegengeht. Unter ihm ist das Grab – aus der Perspektive von Ostern ist er der Auferstandene, der aus dem Grab geht. Der Fries wird gestört durch das Kreuz, das wuchtig und kompromisslos dasteht. Doch: Hier kommt eine Biegung in das fortlaufende Band. Durch das Kreuz ändert sich die Richtung der Welt: Die Querseite zeigt ein Gesicht, in das das Kreuz eingeschrieben ist. Jeder von uns trägt dieses Zeichen Christi in sich. Die Welt ist vollendet. Der Dreischritt der christlichen Heilsordnung Schöpfung – Erlösung – Vollendung ist auf eindrucksvolle Weise von Prof. Wolfgang Stifter, Linz, gestaltet worden.


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