Stiftsarchiv
 Archivschrank
Das Stiftsarchiv verwahrt Urkunden und wichtige Dokumente vom 10. bis zum 20. Jahrhundert. Das Archiv dient der Rechtssicherheit und der Kontinuität der Stiftsverwaltung und der Traditionspflege. Das Archiv ist das Gedächtnis des Klosters, zugleich auch Forschungsstätte „an den Quellen“ der Geschichte.

Gründungsurkunde des Stiftes
Der Urkundenschatz des Stiftes Herzogenburg reicht zurück bis zur Gründungsurkunde aus dem Jahr 1112. Das erste Verzeichnis der „Pergament-Brieff“, also der Pergamenturkunden, wurde von Propst Johannes VII. Glaz (1569-1572) veranlasst. Im 19. Jahrhundert wurde das Stiftsarchiv wesentlich erweitert, denn es wurden ihm die Archive der aufgehobenen Chorherrenstifte Dürnstein und St. Andrä einverleibt. In den Jahren 1932/33 ordnete Hans Krupicka, ein Absolvent des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, große Teile des Stiftsarchivs und legte Verzeichnisse in Form von Zettelkarteien an. Dieser wurde 1999-2001 in eine Archivdatenbank übertragen.
Findmittel
Herzogenburger Archiv; St. Andräer Archiv; Dürnsteiner Archiv
Die Urkundenreihen sind unter http://www.monasterium.net/ erschlossen.
Das Klarissenarchiv besteht nur aus einer Urkundenreihe. Urbare der Klarissen wurden von den Dürnsteiner Chorherren weitergeführt und befinden sich daher im Dürnsteiner Archiv. Einige wenige Urkunden des Klarissenklosters gelangten auch in das Diözesanarchiv St.Pölten (Bestand Pfarrarchiv Loiben).
Die Pfarrarchive befinden sich in den inkorporierten Pfarrämtern oder im Diözesanarchiv St. Pölten .
Literatur
Wolfgang Payrich, Herzogenburg, in: Floridus Röhrig (Hg.), Die bestehenden Stifte der Augustiner-Chorherren in Österreich, Südtirol und Polen (Klosterneuburg-Wien 1997), 29-98.
Christine Oppitz/Ilse Schütz, St. Andrä an der Traisen, in: Floridus Röhrig (Hg.), Die ehemaligen Stifte der Augustiner-Chorherren in Österreich und Südtirol (Klosterneuburg 2005), 399-430.
Wolfgang Payrich/Helga Penz, Dürnstein, in: Floridus Röhrig (Hg.), Die ehemaligen Stifte der Augustiner-Chorherren in Österreich und Südtirol (Klosterneuburg 2005), 51-100.
Lydia Gröbl, Das Klarissenkloster in Dürnstein an der Donau 1289-1571 (ungedr. Diss. phil. Univ. Wien 1998).
Wilhelm Biélsky, Die ältesten Urkunden des Kanonikatstiftes Sanct Georgen in Unterösterreich. Von 1112 bis 1244, in: Archiv für Kunde österreichischer Geschichtsquellen 9 (Wien 1853) S. 235-304.
Michael Faigl, Die Urkunden des regulierten Chorherrenstiftes Herzogenburg vom Jahre seiner Übertragung von St. Georgen 1244 bis 1450 (Wien 1886).
Günter Katzler, Die Urkunden des Augustiner-Chorherrenstiftes St. Georgen a. d. Traisen. Von seinen Anfängen bis 1201. Edition und Kommentar (Dipl. phil. Univ. Wien 2009).
Benutzung
Eine Archivbenutzung für Forschungszwecke ist grundsätzlich möglich. Eine vorherige Terminvereinbarung ist unbedingt notwendig! Wichtige Dokumente zur Archivbenutzung finden Sie hier. Weitere Benutzungshinweise finden Sie hier: Benutzungsordnung und Benutzungsantrag; Reproduktionsansuchen
Kontaktmöglichkeiten zu den verantwortlichen Personen finden Sie im Menüpunkt „Kontakt“.
|