Stiftsarchiv

Das Stiftsarchiv verwahrt Urkunden und wichtige Dokumente vom 10. bis zum 20. Jahrhundert. Das Archiv dient der Rechtssicherheit, der Kontinuität der Stiftsverwaltung und der Traditionspflege. Das Archiv ist das Gedächtnis des Klosters, zugleich auch Forschungsstätte „an den Quellen“ der Geschichte.

Der Urkundenschatz des Stiftes Herzogenburg reicht zurück bis zur Gründungsurkunde aus dem Jahr 1112. Zum Stiftsarchiv gehören Unterlagen über das Haus und den Konvent, über die Stiftspfarren und Bauaufgaben des Klosters, das Kanzleiarchiv der ehemaligen Grundherrschaft sowie Akten aus Verwaltung und Wirtschaft.

Im 19. Jahrhundert wurde das Stiftsarchiv wesentlich erweitert, denn es wurden ihm die Archive der aufgehobenen Chorherrenstifte Dürnstein und St. Andrä einverleibt. Im Dürnsteiner Archiv ist auch das Archiv des ehemaligen Klarissenklosters in Dürnstein überliefert.

Der Archivbestand ist vollständig in einer Archivdatenbank erfasst. Die aus der Datenbank generierten Findmittel können hier heruntergeladen werden.

Findmittel

Findbehelf Dürnstein   (552,3 KB)

Findbehelf Herzogenburg (Version 26.04.2021)   (3,3 MB)

Findbehelf Klarissen   (259,0 KB)

Findbehelf St. Andrä   (489,1 KB)

Die Urkundenreihen sind unter www.monasterium.net erschlossen.

Das Klarissenarchiv besteht nur aus einer Urkundenreihe. Urbare der Klarissen wurden von den Dürnsteiner Chorherren weitergeführt und befinden sich daher im Dürnsteiner Archiv. Einige wenige Urkunden des Klarissenklosters gelangten auch in das Diözesanarchiv St.Pölten (Bestand Pfarrarchiv Loiben).

Die Pfarrarchive befinden sich in den inkorporierten Pfarrämtern oder im Diözesanarchiv St. Pölten.

© foto-kraus.at
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Benutzung

Eine Archivbenutzung für Forschungszwecke ist grundsätzlich möglich. Eine vorherige Terminvereinbarung ist unbedingt notwendig.

Benutzungsordnung und Benutzungsantrag   (57,0 KB)

Reproduktionsansuchen   (76,4 KB)

Anfragen an das Archiv richten Sie bitte an:
Mag. H. Quirinus Greiwe (Stiftsarchivar)
Mag. Susanne Barabas (Archivarin), Tel.: +43-2782/83112-18
E-Mail: archiv@stift-herzogenburg.at

Literatur

  • Wolfgang Payrich, Herzogenburg, in: Floridus Röhrig (Hg.), Die bestehenden Stifte der Augustiner-Chorherren in Österreich, Südtirol und Polen (Klosterneuburg-Wien 1997), 29-98.
  • Christine Oppitz/Ilse Schütz, St. Andrä an der Traisen, in: Floridus Röhrig (Hg.), Die ehemaligen Stifte der Augustiner-Chorherren in Österreich und Südtirol (Klosterneuburg 2005), 399-430.
  • Wolfgang Payrich/Helga Penz, Dürnstein, in: Floridus Röhrig (Hg.), Die ehemaligen Stifte der Augustiner-Chorherren in Österreich und Südtirol (Klosterneuburg 2005), 51-100.
  • Lydia Gröbl, Das Klarissenkloster in Dürnstein an der Donau 1289-1571 (ungedr. Diss. phil. Univ. Wien 1998).
  • Günter Katzler, Die Urkunden des Augustiner-Chorherrenstiftes St. Georgen a. d. Traisen. Von seinen Anfängen bis 1201. Edition und Kommentar (Dipl. phil. Univ. Wien 2009).
  • Helga Penz/Andreas Zajic (Hg.), Stift Dürnstein. 600 Jahre Kloster und Kultur in der Wachau (Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes 51, Waidhofen/Thaya 2010).
  • Petrus Stockinger (Hg.), Stift Herzogenburg. Zeitzeuge der Ewigkeit (St. Pölten 2012).
  • Günter Katzler/Victoria Zimmerl-Panagl (Hg.), 900 Jahre Stift Herzogenburg. Aufbrüche – Umbrüche – Kontinuität. Tagungsband zum wissenschaftlichen Symposium vom 22.-24. September 2011 (Innsbruck 2013).

Hieronymus Übelbacher

Im Stiftsarchiv Herzogenburg sind die Schreibkalender von Hieronymus Übelbacher, Propst des ehemaligen Augustiner-Chorherrenklosters Dürnstein von 1710 bis 1740, erhalten. Mit seinen Kalendernotizen hat Propst Hieronymus das schillernde Selbstzeugnis eines niederösterreichischen Bauprälaten der Barockzeit hinterlassen. Mit außergewöhnlicher Akribie führte der Propst die Aufzeichnungen in seinen Taschenkalendern, die den Stellenwert einer Klosterchronik haben. Er gibt einen detailreichen Einblick in die Vorgänge auf einer barocken Großbaustelle. Aber man findet ebenso Notizen über kirchliche Feste, Listen von Einkäufen beim Buchhändler, Suppenrezepte, Scherzworte oder Anweisungen zur Ungeziefervernichtung. Die Edition, mit Kommentaren und Glossaren, macht ein herausragendes Beispiel für den Gebrauch von Schreibkalendern, welche zu den am weitest verbreiteten Druckwerken der Frühen Neuzeit gehörten, zugänglich.

© foto-kraus.at
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Helga Penz, Die Kalendernotizen des Hieronymus Übelbacher, Propst von Dürnstein 1710–1740. Edition und Kommentare. Unter Mitarbeit von Edeltraud Kando und Ines Weissberg. Mit einem Beitrag von Harald Tersch. Herausgegeben von Brigitte Merta und Andrea Sommerlechner (Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung Band 11, Böhlau Verlag Wien 2013).

Dürnsteiner Schreibkalender   (216,0 KB)

© Oldenbourg/Böhlau
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