Liturgie

Der Konvent bei einer Messe im Rahmen der Exerzitien am Grab des Hl. Ordensvaters Augustinus in Pavia im Jahr 2010
Das Stundengebet ist Angelpunkt des geistlichen Lebens unserer Priestergemeinschaft. Christus hat seinen Jüngern geboten: "Ihr sollt allezeit beten und darin nicht nachlassen" (vgl. Lk 18,1). Ebenso steht in unserer Ordensregel: „Lasst nicht nach im Beten zu den festgesetzten Stunden und Zeiten“ (2. Kapitel, Vers 1).
Diesen Auftrag erfüllt unsere Ordensgemeinschaft durch das Stundengebet. Nach alter christlicher Überlieferung heiligt es den gesamten Ablauf von Tag und Nacht; darin liegt seine Besonderheit gegenüber anderen liturgischen Handlungen.
Wie schon der Name „Chorherren“ zum Ausdruck bringt, sind wir zum täglichen Stundengebet in Gemeinschaft verpflichtet. Der Begriff „Chorherr“ kommt vom gemeinsamen Gebetsdienst der Geistlichen in dem „Chor“ genannten Teil des Kirchengebäudes, in dem sich der Hochaltar und die Plätze (das Chorgestühl) des Klerus befinden.
Dreimal am Tag treffen wir uns, um gemeinsam Laudes (Morgenlob), Sext (Mittagsgebet) und Vesper (Abendlob) zu beten.
Damit kommen wir der Aufforderung des Apostels Paulus nach: "Lasst in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und Lieder erklingen, wie der Geist sie eingibt. Singt und jubelt aus vollem Herzen zum Lob des Herrn! Sagt Gott, dem Vater, jederzeit Dank für alles im Namen Jesu Christi, unseres Herrn“ (Eph 5,19-20).
Höhepunkt unseres gemeinsamen Lebens ist aber die Feier der Eucharistie. Wir feiern dabei die Mitte unseres Glaubens. Tag für Tag treten die Mitbrüder bei der Konventmesse bewusst vor Gott hin, um Dank zu sagen für die Gnade, die uns durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi geschenkt worden ist.
Aus Stundengebet und Messfeier schöpfen wir die Kraft, den Alltag mit seinen vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen zu bestehen.
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