„Lamentationes“ – Barockmusik zur Fastenzeit

Berichte

Am Samstag, 24. Februar 2024 gab es in der Stiftskirche ein Konzert von besonderer Qualität: Acht höchst professionelle Musikerinnen und Musiker widmeten sich dem Thema der „Lamentationes“ – also den Klageliedern aus dem Buch des Propheten Jeremia.

Diese beziehen sich ursprünglich auf die Katastrophe der Zerstörung Jerusalems im 6. Jh. vor Christus. In der Liturgie der Kirche finden sie ihren Platz in der Trauer um den Tod Jesu an Karfreitag und Karsamstag.

Somit sind diese Gesänge als „Trauerarbeit“ zu verstehen: Als liebevolle Zuwendung zu dem, was man vermisst, was einem fehlt. So erklärt es sich auch, dass diese Musik von großer Innigkeit und Intimität geprägt ist – und die Musikerinnen und Musiker verstanden es, diese Gefühle dem Publikum ausgezeichnet zu vermitteln: Martina Daxböck (Sopran) und Stefan Zenkl (Bass) wurden unterstützt von Maria Kubizek und David Drabek (Violine), Wolfram Fortin und Markus Huber (Viola), Rüdiger Kurz (Violone) und Johannes Hämmerle (Orgel). Sie alle durften sich freuen über beachtlichen Publikumszuspruch und großen Applaus für ihre Darbietung, die ein wertvoller Einstieg in die Fasten- und Passionszeit war.